Russland: Homo- und Bisexuelle auf einer Stufe mit Kinderschändern

Markus Sambale, vom ARD-Hörfunkstudio Moskau berichtet über das erschreckende St. Petersburger Gesetz “gegen die Propagierung von Sodomie, Lesbianismus, Bisexualismus, Transgenderismus und Pädophilie” und seine Folgen.

Bericht lesen oder anhören auf tagesschau.de

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Homohass aus Selbsthass?

Warum gibt es Menschen, die selbst schwul, lesbisch oder bisexuell sind und dennoch alles abseits Heterosexualität verteufeln? Eine Antwort liefern britische und us-amerikanische Studien: es handelt sich demnach um nach außen gekehrte innere Konflikte, von Angst getriebene Feindseligkeit und u.U. die Folge einer autoritären, homophoben Erziehung.

Mehr in diesem Artikel von sueddeutsche.de und von Psychologie-Professor Richard Ryan von der University of Rochester in diesem Video:

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Studie: Bisexuelle Unsichtbarkeit und Biphobie führen zu Depression, Angst und Selbstmord

Dr. Barker von der größten britischen Universität Open University sagte bereits im Februar:

“Die Politik der Regierung und Gleichberechtigungsinitiativen betrachten zumeist lesbische, schwule und bisexuelle Belange zusammengefasst.  Bisexuelle Menschen werden aber mit Vorurteilen innerhalb von lesbischen und schwulen Gruppen konfrontiert und auch von heterosexuellen Gemeinschaften.

Bisexuelle sind unsichtbar und kommen nicht in den Mainstream-Medien, der Politik und Gesetzgebung vor. Regierung und Gemeinschaften müssen bisexuelle Menschen als eigene Gruppe verstehen, um diese Gleichberechtigungslücke zu schließen. “
[Quelle - eigene Übersetzung]

Mehr zu den psychischen Belastungen von Bisexuellen durch Unsichtbarkeit und Biphobie im Originalartikel zur Studie auf der Seite der Open University hier.

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EU-Befragung zu homo- und transphobem Menschenhass

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) informiert:

Heute startet unter dem Titel „Europäische LSBT Studie“ die erste Online-Befragung der EU-Grundrechteagentur (FRA) zur Homophobie und Transphobie in den EU-Mitgliedsstaaten und dem Beitrittsland Kroatien. Die Homepage lautet http://lgbtsurvey.eu. Je mehr Menschen sich an der Befragung beteiligen, desto aussagekräftiger und verlässlicher sind die Ergebnisse. Wir rufen alle Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LSBT) auf, sich an der Befragung zu beteiligen, sie bekannt zu machen und entsprechende Informationen an Freundinnen und Freunde sowie Bekannte weiterzuleiten.

Jede Antwort trägt dazu bei, dass die EU die Anliegen von LSBT ernst nimmt und politische Initiativen startet, die darauf abzielen, rechtliche und gesellschaftliche Diskriminierung zu bekämpfen. Die Ergebnisse der Befragung werden die Politik der Gleichbehandlung von LSBT in der Europäischen Union voranbringen. Sie werden Politik und Zivilgesellschaft dabei unterstützen, Strategien und Aktivitäten zu entwickeln, die dazu beitragen, dass LSBT in Europa ein freies Leben in einem diskriminierungsfreien Umfeld führen können.

Zwar gab und gibt es hin und wieder Berichte über das Ausmaß der Diskriminierung von LSBT in Europa. Doch es gibt kein vergleichbares statistisches Material über die täglichen Diskriminierungserfahrungen von LSBT in den verschiedenen Ländern.

Die Befragung ist absolut anonym, wird von Gallup Europe in allen EU-Sprachen und türkischer Sprache durchgeführt, läuft bis Ende Juni 2012 und soll erstmals verlässliches und vergleichbares Datenmaterial zur Verbreitung von Homophobie und Transphobie in den 28 Ländern liefern. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen, systematischen Studie sollen im Frühjahr 2013 veröffentlicht werden.

Quelle: LSVD

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Bi-Stammtisch in München

Man trifft sich jeden dritten Dienstag im Monat ab 19.30 Uhr im Café Glück, Palmstr. 4, 80469 München. Mehr auf bi-muc.de. Wer vorab Fragen hat, kann sie per Mail an info[at]bi-muc.de stellen.

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Kurz verlinkt: Schul-Aufklärung, die CSU und HIV, Intersexualität, Bi-Vorurteile, queere Geeks

Ausgrenzung an Schulen: Wenn Homosexualität auf dem Lehrplan steht
Maßnahmenkatalog gegen HIV: Als die CSU in den Krieg gegen Aids zog
HIV-Aufklärung in München: Lederschlümpfe auf Kneipentour
Intersexualität in Deutschland: Aus Unwissenheit verstümmelt und diskriminiert
Interview zur Intersexualität: “Genitaloperationen müssen verboten werden”
What ‘Bisexual’ Means to Me, and Why I Claim the Title
8 Common Myths About Bisexuality
Küchenradio 314: Queere Geeks

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Star Wars: Möge die Heteronormativität mit dir sein

Das epische Universum der Star Wars-Saga wird immer umfangreicher – doch gleichgeschlechtliche Beziehungen kommen praktisch nicht vor. Vielleicht gibt es aber Grund für – um es mit einem Filmtitel zu sagen – “Eine neue Hoffnung”. Ein Gastbeitrag des Autors Rorret. Er ist einer von über 150 aktiven Mitarbeitern des Star-Wars-Wikis Jedipedia http://www.jedipedia.net, dem größten deutschsprachigen und zweitgrößten der Welt.

Star Wars – für die einen Inbegriff des us-amerikanischen Kommerzes, komplett durchvermarktet und  auf die ganze Familie abzielend, für die anderen ein spannender Mix von Science-Fiction, Fantasy- und Märchenelementen. Jedenfalls kein Wunder, dass es in den Star-Wars-Filmen quasi sexlos zugeht und stattdessen traditionelle Werte hochgehalten werden. Mit kleinen Ausnahmen: Unter Fans existieren hunderte Witze darüber, dass Luke Skywalker ein bisschen verschossen war in Leia – natürlich nur, bis er wusste, dass sie seine Zwillingsschwester ist. Weiterlesen

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Sind Sie von gestern, Herr Goppel?

Um fundamentalistische Familienmodelle ausgebreitet zu bekommen, braucht man sich nicht den Wahlkampf der US-Republikaner anzutun oder iranische Regierungspropaganda zu lesen, es genügt ein Blick in deutsche Zeitungen. Wer glaubt, Familie bezeichne schlichtweg eine Lebensgemeinschaft von Menschen oder sei dort, wo Kinder sind, wird von konservativen Hardlinern belehrt: “Familie ist Vater, Mutter, Kind,” sagt CSU-Politiker Thomas Goppel in diesem Interview mit der Mainpost.

Dieses Dogma ist nichts Neues. Interessant ist aber, wie sehr sich Goppel im gleichen Interview selbst widerspricht. Er geht zunächst mit den Medien hart ins Gericht, die die “Unübersichtlichkeit” der Welt- er meint damit wohl die de facto vorhandene Vielfältigkeit der Lebensentwürfe – anerkennen und abbilden. Das klassische Familienmodell wird immer seltener – Goppel aber will ”Patchwork, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, Partnerschaften auf Zeit” nicht als Familien anerkennen, denn diese “Unübersichtlichkeit” mache “auf Dauer den Staat kaputt”.

Das ist so krude, dass die Mainpost sich die Frage erlaubt, ob Goppel von gestern sei. Er antwortet, “Im Mittelpunkt aller politischen Bemühungen steht der Mensch. Um diesem Prinzip Geltung zu verschaffen, brauchen wir einvernehmliche Grundsätze – auch heute, sonst funktioniert das nicht.”

Klingt harmlos, meint aber das Gegenteil: Nicht die Menschen und ihre selbstgewählten Lebensweisen stehen wirklich im Mittelpunkt, sondern nur diejenigen, die sich dem überkommenen Familiendogma “Vater-Mutter-Kind” unterwerfen. Ein Widerspruch wie: Ich liebe Euch doch alle – außer die, die ich hasse. Danke an Thomas Goppel für soviel Klarheit.

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Demonstration gegen menschenfeindliches Gesetz in Berlin am 15.02.

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung schreibt:

Am Mittwoch will das St. Petersburger Stadtparlament endgültig einen Gesetzentwurf verabschieden, der die “Propagierung” von Homosexualität unter Strafe stellt. Damit würden die Bürgerrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender praktisch außer Kraft gesetzt. Jedes Eintreten für Toleranz und Gleichberechtigung, jedes offene Auftreten von Lesben und Schwulen wären damit verboten.

Eine Gegen-Demonstration findet am Mittwoch, 15.02. vor der russischen Botschaft in Berlin statt. Mehr.

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Hass auf Homo-, Trans- und Bisexuelle nimmt zu

Die Süddeutsche über ein neues menschenfeindliche Gesetz in St. Petersburg (hatte ich hier bereits thematisiert), den Wahlkampf in den USA und die Lage in Afrika. Da lang.

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