Bi ist nicht gleich bi – der Podcast

Paula (oben), Berlingöre (rechts), Deef (unten) beim Podcasten - Foto von Deef

Paula und ich sind bisexuell und wollen erneut im Gespräch Eure Fragen zu unserer Sexualorientierung beantworten. Wie schon beim ersten Podcast dieser Art, konnte man uns vorab Fragen stellen. Diesmal haben wir noch einen Gast hinzugenommen, nämlich @Berlin_Goere, die ebenfalls bi ist und erläutern zu dritt unterschiedliche subjektive Blickwinkel (deshalb auch der Titel “Bi ist nicht gleich bi”), von denen keiner falsch ist. Zusammen haben wir über 15 Fragen beantwortet. Das Ganze gibt es aufgeteilt in zwei Podcastepisoden hier zu hören:

Der Podcast lässt sich auch abonnieren per RSS oder iTunes (darin auch Episoden von meinem anderen Blog Gefühlskonserve).

Teil 1, 27’36”: mp3 downloaden

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Darin werden diese Fragen behandelt:

  1. Reagieren Männer und Frauen unterschiedlich auf Eure Bisexualität?
  2. Was haltet ihr von der “It get’s better”-Kampagne?
  3. Denkt Ihr, dass Bisexuelle die Brücke sind zwischen Homos und Heteros und dass es ihre Aufgabe ist (oder sein sollte), das eingeschränkte Weltbild der Menschen (Mann und Frau / Mann und Mann / Frau und Frau und das wars) aufzubrechen, zu verunsichern und zum Nachdenken anzuregen?
  4. Fändest du es richtig, wenn man sich “prophylaktisch” als bisexuell bezeichnen würde, da man sich zu einem sehr, sehr großen Teil zu Frauen hingezogen fühlt, aber eine Beziehung mit einem Mann nicht ausschließen kann und will?
  5. Ich definiere mich allgemein immer als bisexuell. Und doch komme ich stets in Erklärungszwang, warum ich meine, ich sei bi, wenn ich noch nie etwas mit einer Frau gehabt hätte. Wie seht ihr drei das?
  6. Verstehe ich das richtig, dass Deef findet, dass Menschen die sich „nur“ als hetero-/homoflexibel outen, sich „richtig“ outen sollen? Wenn ja, wer bestimmt, was richtig ist? Auch findet er Zwangsouting aka Kerkeling und Bioleck gut?
  7. An Paula: Wenn ich das richtig verstanden habe, hattest du ja quasi ein “Coming In”? Denkst du, dass ist leichter oder schwieriger als ein ein lesbisches/schwules/bisexuelles Coming Out, wenn man vorher hetero war?
  8. Genießt Ihr als Bisexuelle es, für beide Geschlechter aufreizend zu sein? Oder mögt Ihr das nicht und leidet deshalb unter Blicken, Anmachen, Belästigungen beider Geschlechter?
  9. Ihr erzählt [Anmerkung: im ersten Podcast], dass ihr ja nicht auf jeden Menschen stehen würdet, egal ob hetero oder homo (logisch), und deshalb auch Freundschaften kein Problem darstellten. Ist es aber nicht trotzdem schwieriger, platonisch zu bleiben? Bzw. ist näherer Körperkontakt da eher gefährlich, weil es falsch verstanden werden könnte?
  10. Deef bezeichnet [Anmerkung: im ersten Podcast] Pansexualität als „platonisch“, weil es ja um den Menschen an sich ginge und nicht um das Geschlecht, während er Titten und Schwänze geil findet. Heißt das dann aber nicht DOCH, dass Bisexualität binäre Geschlechterbilder verstärkt?

Teil 2, 13’47”: mp3 downloaden

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Darin werden diese Fragen behandelt:

  1. Ist es leichter, mit einem Mann oder einer Frau Sex zu haben? Beim eigenen Geschlecht wisst Ihr, was er/sie mag, aber vielleicht ist der Reiz des Neuen und Anderen besser?
  2. Welche Frage zur Bisexualität müsst Ihr immer wieder beantworten?
  3. Hältst du es für möglich, dass sich männlich definierende Menschen lesbische, bzw. sich weiblich definierende Menschen schwule Beziehungen haben können? Wäre das dann “trisexuell”?
  4. An Deef: Du scheinst mehr über Sex als Liebe zu reden, oder irre ich mich da?
  5. In welchen Situationen bieten sich Outings an?
  6. Was sind gute Antworten auf dumme Kommentare beim Outing?

Vermisst du Fragen? Vielleicht wirst du in der Liste der Fragen für den ersten Podcast fündig. Manche Fragen, die uns gestellt wurden, haben wir diesmal weggelassen, um Wiederholungen zu vermeiden bzw. weil wir keine schlüssige Antwort oder Meinung dazu hatten.

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8 Antworten auf Bi ist nicht gleich bi – der Podcast

  1. Pingback: Bi ist nicht gleich bi – der Podcast | Die Gefühlskonserve

  2. Irene sagt:

    Coming in: Das ist der Titel eines sympathischen Films mit Franka Potente. Ein schwules Ehepaar mit schwulem Freundeskreis, und plötzlich verliebt sich der Jüngere in eine Frau (“… in eine Frau? Ist ja ekelhaft…”).
    http://www.gaystation.info/tv/?/tv/archiv/c/coming_in.html

    Hier noch bisschen bisexuelle Theorie ;-)
    http://annaheger.wordpress.com/2010/12/10/minicomic-3-theory-of-the-eggplant/

  3. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » “Bi-asexuell”? Wie geht das denn?

  4. Luna sagt:

    2.Teil, Punkt 3

    Es gab mal eine sehr tolle, informative Seite über “Lesbische Männer/schwule Frauen”, die allerdings nicht mehr funktioniert bzw ich kann nicht mehr darauf zugreifen.
    ( http://girlfags.chapso.de)

    Ansonsten, genialer Podcast, hätte euch stundenlang zuhören können.
    Hoffe, es gibt irgendwann/bald wieder einen!
    :)

  5. Evelyn sagt:

    Ich möchte daran erinnern, dass das Allerwichtigste – jenseits der Benennung der sexuellen Orientierung – die Liebe ist und wie sie gelebt wird. Beziehungen, welcher Art auch immer, verdienen diesen Namen erst, wenn die Liebe die Hauptrolle spielt. Ich weiß, dass noch immer viele Menschen Probleme mit ihrer sexuellen Selsbtdefinition haben – ich nicht: Ich bin bi und das ist auch gut so. Ich bin aber sehr kritisch und distanziert, wenn ich sehe, dass wahllos Kontakte eingegangen werden ohne Liebe.

    • Paula sagt:

      Dem würde ich aber z. B. widersprechen. Ich finde, dass eine Beziehung nicht unbedingt “die Liebe” voraussetzt, sondern Zuneigung/Anziehungs/Einverständnis oder ähnliches. “Liebe” ist doch überhaupt nicht wirklich greifbar und wird von allen anders definiert.

  6. Evelyn sagt:

    Paula, ich finde es traurig, dass Du Dich veranlasst siehst zu widersprechen. Aber ich respektiere Deine Meinung. Liebe muss nicht “greifbar” sein und schon gar nicht “definierbar”, sondern begreifbar in ihrer Bedeutung – in unser aller Leben.

  7. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Vorm Bloggerinnendasein: Geburstag feiern im IRC-Channel

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