Lieblingsserien: „Anyone But Me“

Das Internet ist unter anderem dazu da, Dinge in Angriff zu nehmen, die das Fernsehen nicht so richtig zeigen will oder kann – dazu gehören auch zunehmend Webserien, die inzwischen oft ebenso professionell wirken wie richtige TV-Serien. Eine davon ist "Anyone But Me", eine seit 2008 produzierte Serie über die 16-jährige Lesbe Vivian: http://www.youtube.com/watch?v=jjtN63JQ29U

Die Serie handelt davon, dass Vivian und ihr Vater die Großstadt New York verlassen und zur Tante/Schwägerin ins Kleinstädtische ziehen, wo Vivian – in einer festen Beziehung mit Aster und bisher „out & proud“ – auf eine neue Highschool wechselt, an der sie wieder ganz von vorne beginnen muss. Das neue Schulumfeld, die veränderte Familiensituation, die ungewollte Fernbeziehung und das Wiedersehen mit Kindergartenfreundin Sophie, die mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Vivian entwickelt, stellen diese vor die Herausforderung, ihr altes und ihr neues Leben in Einklang zu bringen und dabei sich selbst nicht zu verlieren.

„Anyone But Me“ stammt aus der Feder von Tina Cesa Ward und Susan Miller und kann auf www.AnyoneButMeSeries.com angeschaut bzw. inzwischen sogar auf DVD erworben werden. Die englischsprachige Serie mit den etwa achtminütigen Episoden hat bisher zwei beendete Staffeln à zehn Folgen; letzte Woche ist die dritte Staffel angelaufen, von der alle zwei Wochen eine neue Folge online gehen soll.

Natürlich hätte ich an dieser Stelle lieber eine Serie mit bisexuellen Hauptcharakteren vorgestellt, aber bisher habe ich leider noch keine gesehen. Dennoch möchte ich euch diese kleine Perle des lesbischen Internet-Fernsehens ans Herz legen, da hier zur Abwechslung mal Teenager im Vordergrund stehen, die teils noch inmitten ihrer Sexualitätsfindung stecken und sich mit Themen wie der ersten großen (homosexuellen wie auch heterosexuellen) Liebe, dem Coming-out in der Schule, dem Umgang mit Verwandten und generell mit dem Erwachsenwerden herumschlagen müssen.

2 Kommentare zu Lieblingsserien: „Anyone But Me“

  1. Das klingt echt klasse, werde ich mir bei Gelegenheit sicher mal ansehen.

    Übrigens sind mir doch ein, zwei Bespiele zu bisexuellen Charakteren im Fernsehen eingefallen. Erstmal die Rolle Remy Hadley in der Serie Dr. House und zweitens die Rolle Anna Taggaro in der Serie One Tree Hill. Letztere ist nur kurz ein Teil der Serie, aber sieht sich am Ende doch relativ klar als Bisexuelle. Zwar sind es nur Frauen, aber immerhin, nicht wahr? 😉

    • Remy Hadley bzw. „Thirteen“ mag ich sehr gerne, aber ich war mit ihrer Bi-Storyline doch eher unzufrieden. Die einzigen „Beziehungen“, die sie zu Frauen hatte, waren sehr destruktiv, und dann kam sie erstmal mit einem Mann zusammen. Bin aber gespannt, wie sich ihre Story weiterentwickeln wird, jetzt, wo sie zurück ist. Die andere Serie kenne ich gar nicht, klingt aber spannend, danke!

      Eine Serie, die wohl eine tatsächlich bisexuelle Hauptfigut hat, ist die Webserie „Rose By Any Other Name“. Da mensch sie aber bezahlen muss, um sie für gerade mal 24 Stunden sehen zu können, habe ich mich bisher noch noch nicht dazu durchgerungen.

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